Hausmittelchen fürs Pferd – PSST..nicht weitersagen!

Natürliche Heilmittel Pferd

Die geheimen und günstigen Alternativen zu teuren Medikamenten und „Allheilmittelchen“ über die kaum jemand in der Pferdebranche spricht…

Im Alltag hat man sie häufig und schnell zur Hand – die Hausmittelchen. Einfache häusliche Mittel und Maßnahmen zur Selbstmedikation sind beim Menschen keine Seltenheit. Doch wie verhält sich das mit unseren Pferden? Gibt es auch hier günstige Alternativen zu teuren Produkten?

Definitiv JA!

Hausmittel, die fürs Pferd geeignet sind:

Apfelessig:

soll gut sein für das Immunsystem und den Fellwechsel. Zu Beginn sollte man mit einer täglichen Menge von 2 EL starten. Diese Menge über eine Woche hinweg füttern, danach langsam steigern. Wenn das Pferd an den Apfelessig gewöhnt wurde, sind Mengen von bis zu 250ml pro Tag möglich.

Apfelsaft:

kaum jemand weiß es: Apfelsaft ist die beste und günstigste Alternative zu teuren Elektrolyt-Mitteln! Durch Apfelsaft kann der Elektrolythaushalt einfach und schnell aufgefüllt werden. Hierzu einfach handelsüblichen Saft ohne Kohlensäure kaufen und unter das Wasser oder in die Tränke mischen. Die Pferde lieben es und trinken sehr viel mehr. Zusätzlich beinhaltet der Saft wichtige Nährstoffe, die im Haushalt wieder aufgefüllt werden.

Baldrian:

eine günstige Alternative zu teuren Sedationspasten oder diversen Stress-Pülverchen. Einfach handelsübliche Baldriantropfen unter das Futter mischen und das Pferd wird über die pflanzliche Wirkungsweise im Stress gemindert

Bier:

Bier zählt in Deutschland beziehungsweise Bayern zu den Grundnahrungsmitteln. Ebenfalls lieben Pferde dieses prickelnde Getränk! Jedoch ist hier Vorsicht geboten, sie sollten natürlich kein „echtes“ Bier erhalten. Weil selbst kleinere Mengen von Alkohol schädlichfür den Organismus sein können. Laut Futterexperten soll bereits 1 Liter negative Auswirkungen haben können.

Also doch kein Bier fürs Pferd?! – DOCH ABSOLUT! Zum Beispiel eignen sich hervorragend Malzbier oder alkoholfreies Bier. Jedoch sollte man auch hier nicht Unmengen verfüttern, da es bei der Verdauung zu Gasen oder Gärungen kommen kann und somit ggf. Koliken hervorgerufen werden können. Doch WESHALB überhaupt dann Bier verfüttern, wenn es scheinbar so viel zu beachten gibt? Der Grund ist, dass die Bierhefe äußerst gesund ist! In der Hefe sind viele Biotine und B-Vitamine enthalten, die den Stoffwechsel ankurbeln und die Darmflora stärken. Ebenfalls wird die Verdauung angeregt. Ebenfalls kann Bierhefe zur Bildung von gesunden Hufen und einen guten Fellwechsel beitragen. Bier wird häufig zum „Aufpäppeln“ von zu dünnen und kraftlosen Pferden genutzt, da es viel Zucker und eine gute Portion an Kalorien enthält, wodurch das Pferd schnell an Masse zunimmt.

Ebenfalls gilt: Finger weg von Bier bei übergewichtigen Pferden! Bier enthält viel Zucker und trägt somit nicht unbedingt zum Abnehmplan bei.

TIPP: Die hilfreiche Bierhefe steckt aber nicht nur in Bier! Bei handelsüblichen Futtermittelläden kann man auch Bierhefe in verschiedensten Produktformen erhalten. Beispielsweise als Pulver oder ähnliches. Doch Vorsicht. Viele Pferde müssen an den Geschmack erst gewöhnt werden!
TIPP 2: Malzbier & Co. helfen dabei, zum Beispiel ungeliebte Futterprodukte ins Pferd zu kriegen. Ebenfalls hilft hier aber auch Apfelsaft 😉.

Honig:

ein wahrer Alleskönner! Sei es durch das Beimengen im Tee, um Infekten vorzubeugen oder auch als Wundheilsalbe. Jedoch sollte für die Versorgung von Wunden spezieller Arzneimittelhonig verwendet werden.

Kokosfett:

ein absolutes Must-Have für alle Insektenleidgeplagten Pferdebesitzer! Kokosfett kann die fiesen Kriebelmücken und andere Insekten davon abhalten, die empfindliche Pferdehaut zu übersähen. Vor allem der empfindliche Brust und Bauch- oder auch Euterbereich kann großzügig mit Kokosfett eingerieben werden. Dieses verhindert einerseits durch seinen Geruch und andererseits durch die fettige Schicht, dass lästige Plagegeister den Pferden diese Stellen blutig beißen können. Jedoch gilt zu beachten, dass das Kokosfett, vor allem bei sehr hautempfindlichen Pferden täglich abgewaschen und frisch aufgeschmiert werden sollte um Hautreizungen zu vermeiden!

Knoblauch:

kann bei der Fütterung dazu führen, dass Insekten abgehalten werden. Jedoch Vorsicht! So manch ein Stallkollege könnte sich beschweren – da dann das Pferdchen ein wahrer Vampirschreck wird. Die Tiere scheiden den Knoblauchgeruch extrem über ihren Schweiß und Poren aus und werden somit zu einer wandelnden Knoblauchzehe. Aber es hilft 😉.

Melkfett:

eine günstige Alternative zu teuren „Maulbuttern“. Hierdurch können die empfindlichen Mundwinkel unserer Vierbeiner vor dem Einreißen geschützt werden. Häufig sind die Mundwinkel spröde oder reißen ein, vor allem bei der Verwendung von Gebissen. Um dies zu vermeiden, einfach ein wenig von handelsüblichem Melkfett auf den Finger geben und großzügig die Maulwinkel des Pferdes einschmieren.

Magnesium:

eine günstige Alternative, um das Pferd einerseits nervlich zu stabilisieren aber andererseits auch die Muskeln locker zu halten. Handelsübliches Magnesium eignet sich hervorragend, sollte jedoch in seiner Dosierung auf das Körpergewicht des Pferdes angepasst werden.

Tee:

nicht nur uns tut ein Tee gut, auch unseren Pferden! Vor allem in der Winterzeit oder im Fellwechsel freuen sich die Tiere über einen leckeren warmen Tee. Doch Vorsicht! Bitte nicht zu heiß anbieten, sonst drohen Verbrennungen! Für den tierischen Verzehr eignen sich verschiedene Sorten von Tees. Die gängigsten Teesorten sind Hagebutten- und Pfefferminztee.

Wasserstoffperoxid:

gibt es günstig in der Apotheke zu kaufen und kann einfach mit Wasser vermischt werden, um diverse Wunden sofort desinfizieren zu können. Hierdurch können Probleme wie beipsielsweise Phlegmonen vorgebeugt werden, da Wasserstoffperoxid alle Bakterien abtötet. Zusätzlich kann bei größeren Wunden durch Spülungen mit Wasserstoffperoxid die Bildung von wildem Fleisch verhindert werden. Doch Vorsicht! Es sollte nicht zu hochprozentiges oder gar unverdünntes Wasserstoffperoxid verwendet werden! Dies kann sogar schädigen. Zudem sollte man nicht zu häufig auf der gleichen Stelle das Gemisch verwenden, da dies sonst auch die Wundheilung stören kann.
Zusätzlich kann Wasserstoffperoxid verwendet werden, um Strahlfäule den Kampf anzusagen. Hierfür einfach, genau wie bei einer Wunde, in einer kleinen Spritze Wasser und Wasserstoffperoxid vermischt miteinander aufziehen und direkt auf die mit Strahlfäule betroffenen Stellen spritzen. Hierdurch werden die fäulniserregenden Bakterien abgetötet.

Zahnpasta:

ein sehr günstiges Mittel um ungeliebte Strahlfäule zu bekämpfen. Zahnpasta wirkt austrocknend und kann somit den faulenden Hufstellen die Feuchtigkeit entziehen und somit das Abheilen von Strahlfäule unterstützen.

Zitronensäure:

ein einfaches Hausmittel, um Strahlfäule zu bekämpfen. Hierfür einfach Zitronensäurepulver mit wenig Wasser verdünnen und großzügig mit Hilfe einer Spritze auf die mit Strahlfäule betroffenen Hufstellen geben. Hierdurch werden die Bakterien abgetötet. Es empfiehlt sich nach dieser Spülung dann ggf. Zahnpasta oder ein gesondertes Strahlfäulemittel aufzutragen.

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